Fr 18.05., 19:30: Wessen Kampf

Christine. Jana. Otto. Horst. Vier junge Menschen, die in Deutschland aufwachsen, während die NSDAP mit ihrem ,,Führer" Adolf Hitler an der Macht ist, jeder von Ihnen mit einer ganz eigenen Geschichte. Die Eine von dem Plan der Nazis vollkommen begeistert, der Andere erfährt am eigenen Leib, was es heißt, durch diese Weltanschauung als ,,minderwertiges Leben" degradiert zu werden. Der Eine geht in der Überzeugung das Richtige zu tun für Deutschland an die Front nach Stalingrad, die Andere hinterfragt das Regime.

Wie sie denken und handeln ergibt sich aus ihrer Persönlichkeit und den äußeren Umständen. Wie jeder Mensch sind sie geprägt durch ihre Erziehung, wobei der Staat ,,redlich" bemüht ist, sich dieser Aufgabe anzunehmen und den Einfluss der Eltern zu verringern.

Welche Rolle spielen somit der eigene Charakter, die Eltern und die Ideologie des Nationalsozialismus für die eigenen Entscheidungen,
die eigenen Taten?

Es stellt sich die Frage nach dem Maß der freien Entscheidungsfähigkeit einer Generation, die während der NS-Zeit neben der Erziehung der Eltern massiv durch die Ideologie des Staates indoktriniert wurde, und somit auch nach dem Maß ihrer Verantwortung und Schuld.

Eine affentheaterproduction.

Hintergrund:

Ein Jahr lang setzte sich Lina Schröter - die bis zur 11. Klasse Schülerin der Freien Waldorfschule Sankt Augustin war - im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts an der Marie Kahle Gesamtschule Bonn intensiv mit dem Thema "Erziehung und Kindheit im Nationalsozialismus" auseinander. Als Projektarbeit schrieb und inszenierte sie ein Theaterstück. Mit an Bord sind Freunde und Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs der Freien Waldorfschule Sankt Augustin.

Das Stück ist eine differenzierte Betrachtung der Erziehung im Nationalsozialismus - sowohl von Seiten der Eltern, als auch durch den Staat - und deren Auswirkungen, anhand von mehreren Hauptcharakteren veranschaulicht.

Die Theatercrew *affentheater* lädt Sie ganz herzlich zu einem packenden Theaterabend ein!

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